Fussballvereine

21. Mai 2012 um 23:04 | Veröffentlicht in Gedanken | Hinterlasse einen Kommentar
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Seriöse, treue und ehrliche Vereinsarbeit wird sich auf die Zeit auszahlen. Die trendigen neuen Sportarten kommen und gehen, manche bleiben länger erhalten, diverse sind nur kurz aufrechtzuerhalten. Der Fussball wird immer leben, Fussball wird immer gespielt. Es finden sich immer Gruppierungen, die mit einem Ball auf einfachste Weise einen Wettbewerb austragen.

Dies war die Antwort des Präsidenten des FC Bettlach auf die Frage, welchen Aufgaben sein Verein nachkommen muss, um auch in Zukunft ein fester Bestandteil der regionalen Vereinslandschaft zu bleiben.

Ich finde dies eine wunderbare Aussage, auch wenn sie nur bedingt die Frage beantwortet. Vereine übernehmen ein wichtige Funktion in unserer Gesellschaft und bilden eine Teil von deren Rückgrat. Vereine sind aber nur so gut, wie die Arbeit, die in ihnen verrichtet wird. Inwieweit die Diversität im Sportangebot den “klassischen” Fussballvereinen schadet, wird die Zukunft zeigen.

Maske

28. März 2011 um 16:09 | Veröffentlicht in Gedanken | 2 Kommentare
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Heute Abend zum ersten Mal im Schweizer Fernsehen:

Es hat schon etwas Wahres, würden wir ihn auch ohne sein plüschiges Bärenkostüm umarmen? Der Werbesport spricht auf emotionale Weise das Tabuthema der Ausgrenzung behinderter Menschen an und unterschlägt ein wenig die Tatsache, dass die meisten Menschen auch einen nicht behinderten Menschen nicht ohne weiteres auf offener Strasse umarmen würden. Ich finde ihn trotzdem gelungen, er regt zum Nachdenken an.

Seit ein paar Jahren spende ich jeden Monat einen Betrag in der Höhe einer grossen und schweren Frankenmünze für pro infirmis. Bei Einsicht des Kontoauszugs am Ende des Kalenderjahrs rege ich mich jeweils darüber auf, wer gibt schon gerne Geld aus ohne eine Gegenleistung dafür zu erhalten. Am Ende überwiegt aber immer die Dankbarkeit, nicht mit den Problemen behinderten Menschen konfrontiert sein zu müssen und ihnen so zu etwas mehr Lebensqualität verhelfen zu können. Grossen Respekt gebührt den Menschen, die mit Behinderten arbeiten und diesen Menschen wie auch der Gesellschaft einen grossen Dienst erweisen.

Ungültig?

13. Juni 2010 um 20:18 | Veröffentlicht in Gedanken | 2 Kommentare
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Worte benutzt man allermeist, ohne ihren tieferen Sinn, ihre semantische Herkunft oder ihre alternativen Verwendungsmöglichkeiten zu hinterfragen. Dies ist gut so, wo kämen wir auch hin, wenn wir immer alles hinterfragen würden. Worte bilden die Grundlage verbaler Kommunikation und können unmöglich immer hinterfragt werden. Aber wo kämen wir auch hin, wenn wir nichts hinterfragen würden?

Ich habe letzthin über die Bestandteile und die Herkunft des Fremdwortes “Invalide” nachgedacht. Wörtlich übersetzt bedeutet Invalide gleichviel wie Ungültige! Dessen war ich mir nie bewusst. In unserem Sprachgebrauch ist ein Wort gebräuchlich, welches Personen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen zu Menschen zweiter Klasse degradiert.

Bei genaueren Nachforschungen fand ich heraus, dass das Wort eher vom lateinischen “invalidus” im Sinne von schwach/kraftlos herrührt als von ungültig. Diese Parallele befremdet mich trotzdem. Eleganter gelöst haben das Problem die Franzosen und Engländer mit ihrem Ausdruck handicapé bzw. handicaped.

Augenblicke

7. Juni 2010 um 21:35 | Veröffentlicht in Gedanken | Hinterlasse einen Kommentar

Grazil und zerbrechlich, einer Seifenblase ähnlich, scheint unser glücklich Dasein, ein Grat gar schmal zwischen selig Harmonie und dem Tal der Tränen. Es sind Augenblicke, die die Vergangenheit in unser Bewusstsein brennen. Augenblicke unterschiedlichster Art, Augenblicke der Freunde, der Trauer, der Wut, der Enttäuschung, der Hoffnung, des Friedens, usw.

Man entsinnt sich deren, reflektiert über das Geschehene, lässt Revue passieren. Es sind Augenblicke, bei denen man sich vielleicht fragt, wenn sehe ich diesen Menschen wieder? Und sich einer brutalen Antwort gewahr wird, nie wieder. Augenblicke der Trauer.

Maske

24. März 2010 um 20:25 | Veröffentlicht in Gedanken | Hinterlasse einen Kommentar
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Im Zuge der Vergewaltigungsvorwürfe gegen einen bekannten Wetterfrosch liest man in den Medien allerlei zu dieser Thematik. Ich habe gerade folgenden Artikel auf Focus online gelesen. Er bestätigt meine Vermutung, dass Fälle häuslicher und sexueller Gewalt ein Vielfaches mehr vorkommen als strafrechtlich in die Statistik eingehen. Dass es aber in diesem Ausmass sein soll, hat mich doch schockiert. Ich frage mich, was in einem Menschen bei und nach einer solchen Straftat vorgeht, inwiefern Triebe sich derart über den Verstand hinwegsetzen können? Und wer davon gefeit ist? Im schlimmsten Falle niemand? Ist es ein grundlegendes gesellschaftliches Phänomen? Und war es in der Vergangenheit überhaupt anders (so brutal es auch klingt)?

Oft wird der Ruf nach restriktiveren, härteren Gesetzgebungen laut. Ich glaube nicht an eine präventive Wirkung solcher Massnahmen, da diese Taten meist im Affekt (aber teilweise kontinuierlich) geschehen und sie zudem nur die Spitze des Eisberges tangieren. Doch wo ist sonst anzusetzen? Ich denke bei der gesellschaftlichen Wahrnehmung des Problems liegt man sicherlich nicht falsch…

Optimaler

24. Januar 2010 um 23:04 | Veröffentlicht in Gedanken | 2 Kommentare
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Ich bin in einem Internetforum gerade über den Ausdruck “…es wäre optimaler, wenn…” gestolpert. Mein Gedanke dazu, dass da sprachlogisch etwas schief ist. Ich meine, wenn man optimal in den Komparativ setzen könnte, entzieht dies dem Positiv jegliche Grundlage, sprich wenn man etwas optimaler machen kann, dann muss vorher ein Zustand geherrscht haben, der nicht optimal war, da man ihn ja optimieren kann.

Auch rein mathematisch kann etwas nicht optimaler als ein Optimum sein, da ein Optimum (1.Ableitung = 0) seine Zielfunktion maximiert oder minimiert.

DeutschSchweiz

1. Januar 2010 um 20:35 | Veröffentlicht in Gedanken | 1 Kommentar
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Wir sind getrennt durch eine gemeinsame Sprache. (George Bernhard Shaw)

Jeder zehnte Stadtzürcher ist deutscher Nationalität, jeden Monat wandern über 1000 Deutsche in den Grossraum Zürich. Eine Zuwanderung, wie wir sie nur von den Italienern vom Bau des Gotthardtunnels kennen. Es ist salonfähig geworden, über die Deutschen herzuziehen. Sie sind arrogant, direkt, dominant und laut. Oft geht dabei vergessen, dass wir es waren, die sie geholt haben. Sie sind im Schnitt beruflich gut qualifizierte Leute, es wird nicht der Deutsche angestellt, sondern der Bessere. Zudem können wir in gewissen Branchen den Personalbedarf gar nicht selbst decken. Ohne die Leute aus dem grossen Kanton könnten wir unser Gesundheits- und Bildungswesen kaum in diesem Masse aufrecht erhalten.

Umso bedrückender sind die Nachrichten von Morddrohungen gegenüber in der Schweiz lebenden Deutschen. Der Schweizer hat einen angeborenen Minderwertigkeitskomplex gegenüber Deutschland, aber gleich so? Wie fühlt man sich wohl als Ausländer, der ähnlich spricht, ähnlich tickt, sich um Integration bemüht, und dies mit dem Trachten nach seinem Leben quittiert bekommt? Zum Glück sind dies Einzelfälle, aber jeder einer zu viel!

Ich persönlich mag die Deutschen, mit all ihren Macken. Was unterscheidet uns, abgesehen vom Dialekt und den üblichen regionalen Besonderheiten, schon besonders? Wir propagieren Toleranz, üben aber Ablehnung und Neid. Ich sollte mich auch mehr bemühen, den Menschen als Individuum, und nicht als ein in Nationalität gehülltes Vorurteil zu sehen.

So, ich gönne mir jetzt ein Weizenbier, gebraut nach deutschem Reinheitsgebot!

Blau

26. November 2009 um 18:51 | Veröffentlicht in Gedanken | 2 Kommentare
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Ins Blaue hinausfahren, blau sein, blau machen, blauäugig handeln, den blauen Brief erhalten, jemandem das Blaue vom Himmel versprechen, blaues Blut haben, ins Blaue schiessen und ins Schwarze treffen, das blaue Wunder, grün und blau schlagen, mit einem blauen Auge davonkommen

Schon einmal aufgefallen, wie viele teils alltägliche Ausdrücke die Farbe Blau enthalten? Ich weiss nicht mehr genau, weshalb und in welchem Zusammenhang mir dies ins Auge gestochen ist, auf jeden Fall ging ich der Sache auf den Grund:

Blauäugigkeit stammt von der Tatsache, dass Neugeborene europäischer Abstammung in den ersten Monaten alle blaue Augen haben, weil ihnen gewisse Pigmente noch fehlen. Daher die Bedeutung naiv, unüberlegt.

Der blaue Brief hat seinen semantischen Ursprung in der preussischen Armee, bei welcher alle Offiziere, welche entlassen wurden, ihren Brief in einem blauen (Farbe der preussischen Armee) Umschlag erhielten.

Das blaue Wunder erlebten in früheren Zeiten die Färber, wenn ihre Färbungen am Ende auch tatsächlich blau waren. Dies weil Blau einen sehr komplizierten, mehrtägigen chemischen Prozess vorausgesetzt hat. Später wurden zu dessen zeitlichen Optimierung die gefärbten Objekte geschlagen, um die Sauerstoffaufnahme zu beschleunigen. Daher der Ausdruck “grün und blau schlagen”

Blaues Blut wurde in früheren Zeiten Adligen attestiert. Die Entstehung beruht auf der simplen Tatsache, dass Adlige im Gegensatz zu ihrem Fussvolk nicht draussen auf den Feldern beschäftigt waren und somit auch der Sonne kaum ausgesetzt. Die blassen Extremitäten der Adligen liessen die Arterien viel besser durchschimmern, sodass der Eindruck entstand, sie hätten blaues Blut.

Blau machten früher die Handwerksburschen an ihrem freien, “blauen Montag”, an welchem sie sich zu betrinken pflegten. So auch der Ausdruck blau sein.

Mit einem blauen Auge kommt man davon, wenn  sinnbildlich nur das Auge (blau) geschwollen ist, sonst aber nicht viel Schaden angerichtet wurde.

Ins Blaue hinausfahren rührt von Blau als Farbe der Hoffnung und Ferne (Himmel, Meer) her.

 

Freitag

13. November 2009 um 19:51 | Veröffentlicht in Gedanken | Hinterlasse einen Kommentar
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Entgegen jeglicher sprachlicher Logik ist der Freitag ein ganz normaler Werktag, von frei kann nicht die Rede sein. Einer guten Kollegin, welche mich auf dieses Thema aufmerksam gemacht hat, macht vor allem der Umstand zu schaffen, dass der Freitag Nachmittag ein paar gefühlte Stunden länger dauert als die anderen Arbeitstage. Das Ziel vor Augen, die Linie aber noch nicht überquert. Besonders gelungen fand ich ihren Vergleich mit einem Raclette-Käse. Langsam schmelzend, sich fädig dahinziehend.

weekend

In diesem Sinne: Schönes Wochenende!

Geteiltes Deutschland

9. November 2009 um 20:23 | Veröffentlicht in Gedanken | Hinterlasse einen Kommentar
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Heute vor 20 Jahren fiel die Berliner Mauer, ich war damals 2 Jahre alt. Zu jung also, um dies bewusst wahrzunehmen. Der Kommunismus am Boden, eine Ideologie, der sich Leute bis zu hundert Jahren unterwerfen mussten, einfach weg, das Volk in den Kapitalismus entlassen. 28 Jahre Mauer, eingesperrt im eigenen Land, gläserne Menschen unter dem Deckmantel des Sozialismus. Wie gross war wohl die Erleichterung dieser Menschen an jenem Tag? Freiheit, nachdem ein guter Teil eines Lebens fremdbestimmt war. Unvorstellbar.

Leute meines Alters können die weltpolitische und historische Dimension dieses Ereignisses wohl nur über Literatur und Berichte erahnen. Genau dies tat ich, auf jedem grösseren Medienportal finden sich Sonderserien zu diesem Thema. Ein paar starke Gedanken in treffende Worte gekleidet fand ich hier, das geteilte Deutschland durch die Brille eines Herthaners betrachtet.

Judenwitz

5. November 2009 um 18:22 | Veröffentlicht in Gedanken | Hinterlasse einen Kommentar

“Herr Kommandant, könnten Sie mich in die Baracke 4b verlegen” fragt ein KZ-Insasse

“Wieso gerade in Baracke 4b, die ist genau gleich wie alle anderen?”

“Weil dort meine Frau einquartiert ist.”

Der Kommandant überlegt ein wenig. “Ich habe ein Rätsel für dich: Eines meiner Augen ist ein Glasauge. Wenn du errätst welches werde ich deinem Wunsch entsprechen und dich verlegen lassen.”

“Es ist das Linke Herr Kommandant.”

“Richtig. Doch sag mir wie du dies erraten hast?”

“Weil es so menschlich ist.”

Horoskope

30. Oktober 2009 um 14:08 | Veröffentlicht in Gedanken | Hinterlasse einen Kommentar
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Interessant: Die ersten fünf Treffer mit der Suchanfrage Tageshoroskop Skorpion bei Google, ein kurzer Auszug:

Abends: Je verrückter, umso besser. Sie selbst provozieren heute schon den ganzen Tag Veränderungen. Hoffentlich läuft es so, wie geplant. Hauen Sie auf den Putz!

versus

Gönnen Sie sich heute eine Auszeit, genießen Sie den Feierabend zu Hause im Kreise Ihrer Lieben. Heute besser nicht ausgehen. Große Menschenansammlungen sollten Sie heute meiden. Stimmungssache.

Es ist jetzt keine gute Zeit, um neue berufliche Kontakte zu schließen oder neue Pläne zu schmieden. Haben Sie unbedingt etwas mehr Geduld, Ihre Chancen werden in der Zukunft schon noch kommen.

versus

Heute sind Sie extrem flexibel und neuen Dingen gegenüber sehr aufgeschlossen. Sie wollen einiges in Ihrem Leben umstrukturieren, jetzt haben Sie die Chance dazu. Tipp: Neues Hobby.

Alle Seiten versprechen seriöse, wissenschaftlich fundierte Horoskope, und kaum eine Minute gebraucht, um die ersten Gegensätze zu finden. Die Liste könnte beliebig verlängert werden. Eine kurze heuristische Überlegung: In der Schweiz gibt es rund 8 Millionen Menschen, also müsste etwa jede zwölfte Person (ca. 650’000) dasselbe Sternzeichen haben. Astrologen differenzieren oftmals noch nach dem Aszendenten, nach dem Gestirn, das bei der Geburt am östlichen Horizont aufgeht. Von diesen gibt es wiederum 12 Stück. Also müsste immer noch jede hundervierundvierzigste Person aus der Grundgesamtheit dasselbe Sternzeichen und denselben Aszendenten wie ich haben. Auf die Schweiz bezogen entspricht dies immer noch ca. 55000 Leuten. Und diese müssten alle zum gleichen Zeitpunkt z.B. Glück in der Liebe, Pech bei den Finanzen und eine gute Gesundheit haben wie ich. Wo ist mein Denkfehler? Oder sind gewisse Leute tatsächlich so naiv?

Mein Ansatz: Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied.

Traurig!

26. August 2009 um 16:44 | Veröffentlicht in Gedanken | Hinterlasse einen Kommentar

Geld ist Mittel zum Zweck,
aber der Zweck heiligt nicht immer die Mittel.
Achim Schmidtmann

Verwandschaft geht nicht zwangsläufig Hand in Hand mit Freundschaft. Oftmals kristallisieren sich in schwierigen Situationen persönliche Interessen hervor, Werte wie familiärer Frieden, Anstand und Ehrlichkeit rücken in den Hintergrund, der eigene Profit zählt. Nichts lässt mehr auf den Charakter eines Menschen schliessen als schwierige, unangenehme Situationen, die einer Lösung bedürfen. Es sind nicht die Umstände, die im Leben entscheiden, vielmehr sind Umstände immer neue Wegkreuze, an denen unser Charakter entscheidet.

Mögen sich die Wogen der aufgepeitschten See wieder glätten, ein vernünftiges Konsensualdenken mit Rücksicht auf jedermanns Interesse einkehren und gesunder Menschenverstand wieder Herr aller Gedanken werden! Ich hoffe es sehr!

Worte eines Atheisten

26. April 2009 um 12:44 | Veröffentlicht in Gedanken | Hinterlasse einen Kommentar

Nicht Gott hat den Menschen erschaffen, der Mensch hat Gott erschaffen in seiner Selbstbezogenheit und Unfähigkeit die Welt zu begreifen.

Religion als geistige Flucht vor der Realität, als letzter Strohhalm im reissenden Strom alltäglicher Sorgen, als eine Art Vermittlung von Zusammengehörigkeit, aber auch als gottgegebene Legitimation unzähliger Konflikte und blutiger Kriege (und dies schon seit Jahrtausenden).

Facebook

1. April 2009 um 15:48 | Veröffentlicht in Gedanken | 1 Kommentar
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Kurzer Einblick in meine Gedankenwelt bezüglich sogenannten Social-Communities wie Facebook, MySpace, Twitter usw. Facebook zählt mittlerweile 175 Mitglieder weltweit, Tendenz steigend.

Auf einfache Art und Weise wird der Welt mitgeteilt, was man gerade macht, welche Filme man mag, Fotos und Videos vom vergangenen Wochenende hochgeladen, Veranstaltungen und Treffen organisiert u.v.m. Je nach Privatsphäre-Einstellungen kann dies die ganze Welt mitverfolgen, ob sie will oder nicht.

Dieser Seelenstiptease ist aus Sicht des Datenschutzes nicht ganz unproblematisch. Will ich etwas über einen Menschen wissen, reicht es solche Seiten zu konsultieren, ich muss den Betreffenden nicht einmal danach fragen. Angeblich wurden schon Suizide deswegen verübt, Mobbing auf einer höheren Stufe quasi. Auch gewisse Arbeitgeber nutzen dies bei der Mitarbeiterevaluation aus.

Soziologen stehen dieser Entwichlung ebenfalls kritisch gegenüber. Soziale Interaktionen werden immer häufiger in den gläsernen Weiten des Internets getätig, was zu einer Verkümmerung der Sozialkompetenz führen kann.

Natürlich ist es jedem freigestellt, solchen Netzwerken beizutreten und sie auch zu nutzen, kann sich doch bei der deren Nutzung im Freundes- und Bekanntenkreis schnelle eine Art Gruppendruck einstellen.

Fasnacht

18. Februar 2009 um 01:18 | Veröffentlicht in Gedanken | Hinterlasse einen Kommentar
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Sie steht wieder vor der Tür; Fasnacht, die sogenannt “schönste Zeit des Jahres”. Ursprünglich ein heidnischer Brauch zur Winteraustreibung gedacht ist es heutzutage ein Sammelsurium von Anlässen verkleideter Gesellschaft, sonst eher unaufällige und biedere Personen profilieren sich unter dem Deckmantel des Fasnachtsnarren, Schnitzelbankgruppen resümieren mehr oder weniger satirisch gekonnt die letztjährigen Geschehnisse (Finanzkrise lässt grüssen…), kleine Papierfetzchen wirbeln bei den Umzügen durch die Luft, stets begleitet von den Wohlklängen der Guggenmusiken…

Hirnverbrannt, aber trotzdem faszinierend!

Gedanken zum Advent

7. Dezember 2008 um 14:56 | Veröffentlicht in Gedanken | Hinterlasse einen Kommentar
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Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…

Der Advent ist eine ürsprünglich im 7. Jahrhundert von Papst Gregor dem Grossen auf 4 Sonntage beschränkte Fastenzeit. Heute sehen viele den Advent als eine besinnliche Zeit, in der man sich auf das Weihnachtsfest freut (lat. advenire=ankommen)

Advent ist,…

…wenn Rentner, die seltsamerweise das ganze Jahr hindurch keine Zeit fanden, die ansonsten schon überfüllten Einkaufsstrassen dieser Welt bevölkern, in der blanken Angst, ihren Liebsten kein Geschenk zum grossen Fest besorgen zu können.

…wenn Wohltätigkeitsorganisationen ihre auf Mitleid ausgerichtete Anwerbestrategie mit dem Argument der “guten Tat vor Weihnachten “bereichern

…wenn man langsam auf die im Januar gefassten Vorsätze für das Jahr zurückblickt mit der Erkenntnis, alle spätestens im Februar längstens schon aufgegeben zu haben.

…wenn Millionen von Erdnussschalen den Fussboden des Pisoni überdecken

…wenn sich der süddeutsche Sprachraum der Faszination Weihnachtsmarkt hingibt, dafür hunderte von Kilometern mit dem Car zurücklegt und mit dem Wissen zurückreist, dass der Glühwein dort ähnlich beschissen geschmeckt hat.

…wenn man die Weihnachtsdekoration nach 2 Monaten im Schaufenster nicht mehr sehen kann.

…wenn man sich alljährlich auf einen neuen Fahrplan umstellen darf.

…wenn Raclette und Fondue den Kampf gegen den Barbecue-Grill endgültig gewonnen haben.

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