Olut

4. Mai 2011 um 10:51 | Veröffentlicht in Biere | Hinterlasse einen Kommentar
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Es ist wieder einmal Zeit für ein Bierbericht, heuer natürlich aus Finnland, da ich schon seit einem Weilchen dort weile. Das Zaubergetränk aus Hopfen und Malz ist ein Schmiermittel unserer Gesellschaft und deshalb nicht zu verachten, Bierbauch zum Trotze. Die Menschen im östlichsten Land des Westens trinken zwar hin und wieder gerne ein Bierchen (oder eines zu viel),  der wenig schmeichelhafte Ruf als starke Trinker, den sie im Rest von Europa geniessen, ist aber nicht wirklich begründet.

Die verbreitetsten Biere hier heissen Karhu (Bär), Karjala (Karelien), Olvi, Sandels oder Koff (letztere ohne Bedeutung). Uns am geläufigsten dürfte Lapin Kulta (Lapplands Gold) sein, sehe ich hier im Alltag – sofern man Bier als alltägliches Produkt klassieren kann – aber nicht so häufig. Der strikten Alkoholgesetzgebung wegen werden finnische Biere in die drei Kategorien I, III und IV unterteilt. Aufmerksame Leser bemerken eine gewisse Sinnlosigkeit in der Benennung der Bierklassen, den Grund dafür kenne ich leider nicht. I steht für Leichtbier, und hat einen Alkoholgehalt von weniger als 2.8% und unterliegt niedrigeren Steuern als das Mittelbier (III) mit einem Gehalt von 2.8 – 4.7 Prozent. IV-Bier darf nur in Alko, den staatlichen Alkoholverkaufsstellen verkauft werden und ist dementsprechend wenig beliebt. Eines haben die Biere in Finnland gemeinsam, sie entsprechen den Erwartungen meines Gaumens nur bedingt. Nicht dass sie ungeniessbar wären, aber so wirklich klasse ist etwas anderes. Für meinen Geschmack sind sie zu dünn und geschmacklos, verzichten darauf möchte ich aber trotzdem nicht.

Etwas befremdend sind die finnischen Zapfhähnen, deren Zapfvorgang auf Knopfdruck geschieht und das Glas immer exakt bis zum Eichstrich füllt. Meine Vermutung für den Grund dahinter liegt eher im ausgeprägten finnischen Gerechtigkeitssinn, alle Gäste gleich zu behandeln denn in der Angst oder Knausrigkeit, nicht zu viel auszuschenken.

karhu_tolkit

Und noch einmal ein Loblied auf die 1 Liter Dose Karhu, eine Produkt, für welches Suomi meinen tiefsten Respekt geniesst. Täyttä olutta!

Appenzeller Holzfassbier

30. Juni 2009 um 09:18 | Veröffentlicht in Biere | Hinterlasse einen Kommentar
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HolzfassbierSchon vor geraumer Zeit schlummert eine ganz besondere Perle Schweizer Braukunst in der Tür meines amerikanischen Kühlschrankes. Gestern Abend, anlässlich der nervenaufreibenden Tennispartie zwischen A. Murray und S. Wawrinka, öffnete ich sie.

Das Appenzeller Holzfassbier ist das einzige Bier der Schweiz, welches nach dem Brauen 4 Monate in Eichenfässern gelagert wird. Dadurch erhält es seinen besonderen Geschmack. Soviel zu den Versprechen Ettikette auf der Rückseite. Hohe Erwartungen sind immer auch gefährlich, da die Chance eines Misserfolges grösser ist. Das Appenzeller Holzfassbier ist von trüber dunkelgelb-goldener Farbe, weist bei einem Alkoholgehalt von 5.2% erstaunlich wenig Kohlensäure auf, ist angenehm hopfig bis schon fast etwas süsslich im Geschmack mit einem runden, dezenten Abgang.

Wohl nichts für jedermann, mir hats geschmeckt.

Entdeckt in der “Bierhütte, Swiss Beer Market”, Biberist, nahe St.Urs Kreisel.

Kirin Ichiban

29. Januar 2009 um 16:01 | Veröffentlicht in Biere | 1 Kommentar
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Heute Nachmittag zur Probe einmal ein Bier aus dem Land der aufgehenden Sonne, verkostet in einem Glas aus dem Duty-Free Shop Berlin-Schönefeld. Kirin Ichiban ist ein angenehm mildes und kohlesäurearmes Bier mit einer dezenten Reisnote. Nach japanischer Tradition in England hergestellt ist es in der Schweiz nur an wenigen Orten erhältlich, diese aufzusuchen ist dieses Bier aber durchaus Wert.

Flüssiges Gold

20. Januar 2009 um 16:23 | Veröffentlicht in Biere | 1 Kommentar
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Im heutigen Test: Gösser Lager, quasi das Feldschlösschen Österreichs. Und genau so schmeckt es auch. Es verursacht keine Geschmacksexplosionen am Gaumen, ist aber durchaus ein gutes Lagerbier und des Knödelfressers Liebstes.

Somit hat sich ein weiteres Bier meiner Sammlung hinzugefügt:

8.8 Premium, Belgien

1664, Frankreich

Amsterdam Maximator 11.6%, Niederlande

Anker, Schweiz

Asahi, Japan

Beck’s, Deuschland

Bitburger, Deuschland

Bodinton Pub Ale, England

Budwiser Budvar, Tschechische Republik

Calanda, Schweiz

Carling, England

Original Crocodile, Australien

Desperados, Frankreich

Efes, Türkei

Eichhof, Schweiz

Erdinger Weissbier, Deutschland

Farmer, Deutschland

Feldschlösschen Orginal, Schweiz

Forst Premium, Italien

Franziskaner Weissbier, Deutschland

Germania Pilsner, Deuschland

Gösser, Österreich

Guiness Draught, Irland

Heineken, Niederlande

Henninger Radler, Deutschland

Holsten Premium, Deutschland

Kaiser, Österreich

Krombacher Premium, Deutschland

Kronenbourg, Frankreich

Lapin Kulta, Finnland

Löwen Weisse, Deutschland

Miller Genuine Draft, USA

Mohren, Österreich

Murphy’s Irish Stout, Irland

Norrlands Guld, Schweden

Paulaner Oktoberfest Bier, Deutschland

Schlossfels Lager, Deutschland

Spendrups Julbrygd, Schweden

Swiss Beer Collection, Schweiz

Tell, Schweiz

Tuborg, Dänemark

Tucher Helles Hefe Weizen, Deutschland

Valentins Weissbier, Deutschland

Zipfer, Österreich

Forst Premium

4. Januar 2009 um 14:37 | Veröffentlicht in Biere | Hinterlasse einen Kommentar
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In Meran gebraut, in Südtirol zuhause! Ein untergäriges Lagerbier mit einem angenehmen Gleichgewicht zwischen den Geschmacksempfindungen von Hopfen und Malz. Mit seinen 4.8 Volumenprozenten ideal für den kleinen Durst unterwegs!

Original Crocodile

11. Dezember 2008 um 09:37 | Veröffentlicht in Biere | 1 Kommentar
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Mittwoch am frühen Abend, Bahnhof Bern, den Zug um Haaresbreite verpasst, Wartezeit satte 30 Minuten, draussen geschmeidig auf den matschigen Asphalt fallende Schneeflocken, drinnen die übliche Bahnhofshektik; rennende Passanten, die sich gegenseitig in die Quere kommen, damit sie den erhofften Zug sicherlich rechtzeitig aus dem Bahnhof rollen sehen, dazu die üblichen sogennanten Bremser (japanische Touristen, Rentner, Frauen mit Kinderwagen usw. ), verständnislos über die gestressten Menschen fluchend, per Lautsprecher kündigt ein nuschelnder Bahnmitarbeiter witterungsbedingte Gleisänderungen an, die Blick am Abend-Boxen sind heiss begehrt, jeder will sich noch kurz ein Exemplar schnappen, um sich definitiv darüber aufzuregen/freuen, dass Ueli Maurer zum Bundesrat gewählt wurde…..

Kurz: Alles Gründe für sich die Zeit mit einem Bierchen totzuschlagen. Ich entschliesse mich kurzerhand, mich im Bierladen in der oberen Etage umzusehen. Dort stapeln sich auf engstem Raum Bierflaschen und Bierdosen aus den hintersten Winkeln dieses Planeten, in allen Farb- und Geschmacksvariationen. Ich entschied mich für ein “Original Crocodile” aus Australien.

World’s Best Lager steht in grossen dunkelgrünen Lettern auf dem sandfarbenen Hintergrund, eine durchaus gewagte Aussage wie ich finde. Umso ernüchternder dann das Urteil nach den ersten paar Schlücken. Sicherlich kein schlechtes Bier, aber auch nur marginal von einem durchschnitlichen Lagerbier unterscheidbar. Der Verdacht, die Durchschnittlichkeit lasse sich mit der Übernahme eines Brauereiriesen wie Heinecken, Carlsberg usw. erklären, bewahrheitete sich zwar nicht ganz, doch lassen die schwedischen Inhaltsangaben auf eine Fusion schliessen.

Australisches Bier einer schwedischen Brauerei, in Weissrussland gebraut und Portugal abgefüllt, die Globalisierung lässt grüssen.

Cheerz!

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