Relegation
16. Mai 2012 um 18:07 | Veröffentlicht in Allgemein | 1 KommentarSchlagwörter: Bern, Cupfinal, Fans, FC Basel, FC Düsseldorf, FC Luzern, Hertha BSC, Hertha BSC Berlin, Hooligans, Marktfahrer, Relegation
Als getreuer und ebenso leidgeprüfter Herthaner verfolgte ich das Relegationsrückspiel zwischen der Fortuna aus Düsseldorf und der alten Tante Hertha aus der Hauptstadt mit wenig Hoffnung auf ein positives Ende. Ich sollte Recht behalten. Aber nicht im sportlichen Sinne, sondern im gesellschaftlich-sozialen. Erneut haben es Leute, die sich Fans schimpfen, es geschafft, ein Fussballspiel für ihre Zwecke als Plattform zu missbrauchen und ihren pyrotechnischem Fetisch Ausdruck zu verleihen. Hier eine kleine Zusammenfassung der Geschehnisse:
Die Aussage der Düssedorfer Führung, es seien ja lediglich friedliche, feierlustige Fans auf den Rasen gestürmt, hat nur solange Bestand wie sich das Heimteam auf der Siegerstrasse befindet. Unrealistisch, aber doch möglich und Hertha hätte in der 97. Spielminute den Siegestreffer erzielt, wie friedlich wären diese Fans dann gewesen? Von wo wäre ein allfälliger Elfmeter getreten worden? Den Berliner Spielern war es de facto um ihrer eigenen Gesundheit willen verboten , ein Tor zu erzielen, womit ein erheblicher Einfluss Dritter auf den Spielausgang stattgefunden hat. Meines Erachtens – ohne die juristische Grundlagen genau zu kennen – muss das Spiel wiederholt werden, da der Gastmannschaft die Gelegenheit genommen wurde, sich sportlich über die volle Distanz zu messen.
Ich hoffe, der DFB greift hier durch, Schon beim Relegationsspiel in Karlsruhe eine Stufe weiter unten ereigneten sich ähnliche Szenen. Und die Geschehnisse vom Pokalspiel in Dortmund mit Dresdner Beteiligung ist ebenfalls bekannt. Wie hiess es doch in den Schweizer Medien nach den hiesigen Fankrawallen, man solle sich ein Beispiel am nördlichen Nachbarn nehmen, dort existiere so etwas nicht.
Heute Abend steigt in Bern das Schweizer Pokalfinale zwischen dem Meister FC Basel und dem Zweitplatzierten FC Luzern. Was ich nicht verstehe, wie und wieso es die Fangruppen der beiden Vereine schaffen konnten, einen Fanmarsch durch die halbe Stadt Bern durch alle Behörden durchzudrücken – illegal notabene – wobei es doch mit den S-Bahnhöfen Wankdorf und Ostermundigen pragmatische Lösungen in Stadionnähe gibt. Im Grundsatz ist es eine Interessensabwägung zwischen öffentlicher Sicherheit und Durchsetzung des öffentlichen Rechts. Die Tatsachte, dass mit Gewaltandrohung – ein Fanmarsch ist ja etwa dasselbe wie man aus vergangenen Jahren weiss – die Unterhöhlung unseres Rechtsstaats möglich ist, ist bedenklich. Anderseits ist das Vertrauen der Behörden in das Gute im Mensch (oder eben dem Fan) durchaus zu begrüssen, ich hoffe die Basler und Luzerner enttäuschen uns nicht.
Eine sympathische Anekdote diesbezüglich war heute in der Berner Zeitung zu finden. Ich habe absolutes Verständnis für die Marktfahrer, auch wenn dies nur eine Revolution in ganz kleinem Rahmen ist.
Paris Street Arts
20. September 2011 um 11:37 | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Künstler, Montmartre, Paris
Diesen virtuosen Strassenkünstler habe ich vor der Sacré-Coeur in Montmartre, Paris gesehen. Leider konnte ich nur noch den letzten Teil seines Auftrittes auf Video festhalten, ein Erscheinen hier hat er sich aber allemal verdient.
Die Blume im Mund
15. März 2011 um 14:44 | Veröffentlicht in Allgemein | 5 KommentareIch habe mich in den letzten 3 Minuten gerade köstlich ob des folgenden Artikels in der WOZ amüsiert. Eine humorvolle Hommage an die Schweizer Stadionwurst, der wichtigsten Nebensache der wichtigsten Nebensache und der Leute Kampf gegen Windmühlen, welche nun die beste sein mag. In St. Gallen geboren ist meine Meinung diesbezüglich natürlich pränatal determiniert worden.
Von Pedro Lenz
In diesen Tagen ist ein Buch mit dem sportlichen Titel «Stadionwurst» herausgekommen. Schon vor Wochen war gerüchteweise zu vernehmen, in besagtem Buch werde die Bratwurst vom Wurststand des SC Brühl im St. Galler Paul-Grüninger-Stadion als beste Stadionwurst der Schweiz gerühmt. Dieses Gerücht hat weiter westlich, im Berner Wankdorfstadion, tagelang für heisse Köpfe gesorgt. Bekanntlich gibt es ja in der Schweiz eine Wurstfaustregel, die besagt, dass die Wurstmasse von Westen nach Osten immer feiner püriert wird. Die Waadtländer Saucisson hat zum Beispiel eine viel gröbere Struktur als die Kalbsbratwurst in der Ostschweiz. Und weil die Waadt den Bernern näher ist als die Gallusstadt, gleicht die in Bern so beliebte YB-Wurst eher einer Saucisson als einer Olma-Wurst.
In der Bundesstadt hat die YB-Wurst, die übrigens nicht auf dem Grill gebraten, sondern im Wasser gekocht wird, längst Kultstatus erlangt. Es ist deshalb kaum verwunderlich, dass die YB-Fans nur schwer verstehen können, weshalb ihnen die Fans des SC Brühl kulinarisch überlegen sein sollen. Die YB-Wurst ist nämlich viel mehr als einfach eine Wurst. Sie ist ein Relikt aus schweren Zeiten, eine Art Memento mori. Wer in den bösen Krisenjahren des Berner Sportclubs die YB-Spiele in der Abstiegsrunde der damaligen Nationalliga B verfolgte, hatte wenig zu lachen. Das alte Stadion war morsch, die YB-Mannschaft war hüftsteif und die wenigen ZuschauerInnen, die noch zu den Spielen gingen, kämpften ständig gegen eine innere Leere, der nur mit einer saftigen, fettigen YB-Wurst beizukommen war. Inzwischen geht es den Young Boys sportlich und finanziell wieder wesentlich besser. Die schwarzen Wolken über dem Berner Fussballhimmel haben sich verzogen. Aber die Wurst, die während einiger Jahre als natürliches Antidepressivum diente, hat ihren Ehrenplatz in den Herzen der YB-Fans halten können. Wie seinerzeit Günter Netzer auf dem Rasen, hat die YB-Wurst im Bauch die Eigenschaft, sich völlig unverhofft aus der Tiefe des Raums bemerkbar zu machen. Selbst die schwer abwaschbaren Fettspritzer, die sich beim herzhaften Biss in eine YB-Wurst im Umkreis von geschätzten zehn Metern auf die Kleidung der Nebenleute verteilen, vermögen dem ausgezeichneten Ruf dieses Spitzenerzeugnisses der fleischverarbeitenden Zunft nichts anzuhaben.
Einmal, in der vergangenen Spielzeit, war ich Ohrenzeuge einer Wurstdebatte zwischen Anhängern des FC St. Gallen und YB-Fans. Die Fans der Grün-Weissen beklagten sich über die ungenügende Qualität der Kalbsbratwurst im Berner Stadion. Die Bratwurst sei ohnehin bedeutungslos, erklärten die Einheimischen. Wer etwas von Würsten verstehe, wähle die YB-Wurst. Das möge vielleicht ein Argument sein, aber wenn sie in Bern schon eine Kalbsbratwurst im Angebot hätten, heisse das noch lange nicht, dass sie so schlecht sein müsse, entgegnete ein Wurstesser mit verwaschenem Zellweger-Trikot. Die Debatte über die Frage, was eine gute Wurst ausmache, zog sich weit über die Halbzeitpause hinaus. Der kulturell-kulinarische Austausch schien fast genauso hart umkämpft zu sein wie das Meisterschaftsspiel weiter unten.
Es solle ihm einmal jemand erklären, meinte ein YB-Fan, was an einer St. Galler Bratwurst so weltbewegend sei, dass alle St. GallerInnen immer derart stolz von ihrer Bratwurst erzählten. Das könne er ihm genau sagen, meinte hierauf ein junger Ostschweizer mit ausgeprägt poetischem Talent: Wenn er in eine richtig gute St. Galler Bratwurst hineinbeisse, dann entfalte sich in seinem Gaumen ein Geschmack, als wachse ihm in Sekundenschnelle eine fein duftende Blume im Mund.
Wer das Wunder der wachsenden Blume im Mund noch nicht selbst erlebt hat, sollte nun also, gemäss dem Fachbuch «Stadionwurst», das Paul-Grüninger-Stadion im St. Galler Krontal aufsuchen.
Kontrast
27. Februar 2011 um 00:43 | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Kontrast, Natur
Ein vortrefflich Bild über Schönheit und Vergänglichkeit, über Verletzlichkeit und Gleichgewicht, Kunstwerk und Mahnmal zugleich.
Sportler des Jahres
24. Januar 2011 um 18:14 | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Ammann, Österreich, Federer, Janka, Lauberhorn, Melzer, Roland Garros, Schwingerkönig, Sportler des Jahres, Wenger
Simon Ammann wurde Sportler des Jahres 2010. Verdientermassen? Ja, nein, egal, er hat das Rennen gemacht. Er wurde Gesamtweltcupsieger, zweifacher Olympiasieger (wie schon 8 Jahre zuvor) und Skiflugweltmeister. Zudem gewann er in der Saison 2009/2010 ganze neune Weltcupspringen. Normalerweise Gründe, die keinerlei Zweifel über die Wahl des Sportlers des Jahres aufkommen lassen sollten, wäre da nicht eine ebenso starke Konkurrenz. Z.B. in Form von Roger Federer, der immerhin die Australien Open für sich entschied und die Masters Series Finals in London. Oder ein Carlo Janka, der 2010 Olympiagold im Riesenslalom, den Gesamtweltcup und die Lauberhornabfahrt gewann. Nicht zu vergessen ein Dario Cologna, ebenso Olympiasieger in seiner Disziplin, als erster Schweizer.
Bemerkenswert für ein kleines Land mit seinen nicht ganz 8 Millionen Einwohnern, bemerkenswert welche herausragende Leistungen man aufgrund der Dichte sportlicher Erfolge nicht mit diesem Titel würdigen kann. Voller Schadenfreude blickt ein Schweizer natürlich über die östliche Grenze nach Österreich. Deren Sportler des Jahres heisst Jürgen Melzer, Tennisprofi, erreichte immerhin in Roland Garros den Halbfinal und gewann Wimbledon in Doppel. Und Ferderer erreicht als Grand-Slam-Sieger und Weltnummer 2 bei uns den 3. Rang. Mag eine Momentaufnahme sein, aber solche Momente sollte man geniessen, das Blatt kann sich nur allzu schnell wenden.
Quergestreift
26. Oktober 2010 um 09:09 | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: gelb, Helvetia, Hohl, YB
He He Frou Meier
12. Oktober 2010 um 09:44 | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Liu Xiaobo, Mani Matter, Nobelpreis, Oslo
Ein Friedensnobelpreisträger im Gefängnis ist mir deutlich lieber als einer im weissen Haus. Frei nach “Mani Matter”, Friede wird von unten her gemacht.
Grande Boucle
7. Oktober 2010 um 15:37 | Veröffentlicht in Allgemein | 3 KommentareSchlagwörter: Armstrong, Contador, Doping, Radsport, Tour de France, Ullrich
Riis, Ullrich, Pantani, Armstrong, Hamilton, Landis und nun Contador. Alle gedopt. Was die Welt längst geahnt und sich aus Gründen des Respekts und Anstands doch niemand auszusprechen gewagt hatte, kommt nun immer wie klarer an die Oberfläche. Der Wahn nach Ruhm und Erfolg hat die Limite der menschlichen Physis überschritten, einzig die Tatsache, dass Doper ihren Fahndern medizinisch meist einen Schritt voraus waren, liess den Schein einer heilen Welt wahren.
Sogar unsere einst gefeierten Schweizer Helden der Strasse, deren Namen die hiesigen Passstrassen zierten, – Zülle, Rominger, Camenzind und wie sie alle hiessen – mussten früher oder später an einer Pressekonferenz klein beigeben.
Nach der Formel 1 (oder Motorsport allgemein) werde ich mit Radsport eine weitere Sportart gänzlich boykottieren.
Tote Despoten
6. April 2010 um 14:23 | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Andreas Thiel
Ich mag Thiels schwarze, sarkastische Art politischen Kabaretts. Humor fern der Stammtisch-Gürtellinie.
Tal der Tränen
14. März 2010 um 20:26 | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Bundesliga, Hertha BSC Berlin, Nürnberg
Bekanntlich sagen Bilder mehr als Tausend Worte.
16!
1. Februar 2010 um 12:26 | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Federer, Tennis
Er ist der Grösste, ohne Zweifel. Major Titel Nummer 16, Australien Open die Vierte. Wahnsinn was dieser Kerl leistet, Jahr für Jahr ist er einfach eine Spur besser als seine Konkurrenz, immer dann, wenn die Gegnerschaft denkt, jetzt haben wir ihn, schlägt er zu.
Der Neid der Welt auf die Schweiz um einen Sportler dieser Genialität ist grenzenlos. Ein Botschafter, der unsere Flagge in solch einem positiven Wind flattern lässt ist für unser Land unbezahlbar. Und wir wählen einen Motorradfahrer der Schnapsglas-Klasse und einen sympathischen Ski-Oldie zum Sportler des Jahres.
Ich habe mich gefragt, wie es wohl sein mag, mit dem Wissen Tennis zu spielen, der Grösste aller Zeiten zu sein und schon alles erreicht zu haben. Jeder will dir den Platz an der Sonne streitig machen, diesen über eine Zeitspanne von vielen Jahren zu behaupten, grandios! Ebenso den sympathischen Charakter zu wahren und nicht in Arroganz und Selbstverliebtheit zu verfallen. Eine mindestens ebenso grosse Leistung!
Suhlen wir uns also noch ein paar Jährchen im weltweiten Neid der Tenniswelt, diese Zeiten werden nie mehr kommen.
Ach, ich habe ganz vergessen zu erwähnen, um wen es hier eigentlich geht. Na ja, ich hoffe es ist trotzdem klar.
Uniform
20. Januar 2010 um 09:35 | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Militär, Uniform
Mein Bildschrimschoner besteht aus den Tausenden von Bildern, die sich über die Jahre auf der Festplatte angesammelt haben und sonst sowieso selten aktiv angeschaut werden. Ab und zu huscht auch ein Bild meiner Militärzeit vorbei. Dabei ist mir letzthin aufgefallen, welch soziologisch faszinierende Institution eine Armee ist. In einem zeitlich beschränkten Rahmen treffen dort Personen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten, Berufen und Regionen mit den unterschiedlichsten Charakteren und Fähigkeiten aufeinander. Der blonde Metzger aus dem Jura, der dünne Zimmermann aus dem Engadin, der eher langsame Bauer aus dem Aargau, der dunkelhäutige Student aus der Ostschweiz, der dicke Kaufmann aus Basel, der lustige Automechaniker aus dem Simmental, der eigenwillige Büezer aus dem Wallis, der gesprächige Bäcker aus dem Tessin usw.
Und alle sind sie grün. Diese wunderbare kulturelle Vielfalt, nicht zuletzt auch dank den Migranten, auf eine einzige Uniform nivelliert. Uniformen machen gleich, dies wussten auch schon Hitler und seine braunen Freunde. Nichtsdestotrotz mochte ich meine Uniform (im Militär heisst diese ja TAZ) wegen genau diesen Eigenschaften. Ich denke es schadet nicht, einmal die Erfahrung gemacht zu haben, mit verschiedenen Menschen, die man sich vorab nicht aussuchen kann, im selben Boot zu sitzen und über 4-5 Monate mit diesen in einer fremdbestimmten Gemeinschaft auszukommen.
Flumenthal
19. Januar 2010 um 00:02 | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Flumenthal, Gemeindewappen
Liebe Flumenthaler Freunde, ist dies euer Ernst mit diesem Gemeindewappen? Leider bin ich zu dessen Entstehungsgeschichte und Hintergründe nicht fündig geworden, interessant wäre es allemal.
Et quand j’vois tous ces voyageurs parfois j’aimerais en être un
14. Januar 2010 um 14:50 | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Grand Corps Malade
Ein schönes, sprachlich wunderbar transformiertes Bild!
Pressefreiheit
8. Januar 2010 um 19:49 | Veröffentlicht in Allgemein | 1 KommentarSchlagwörter: Pressefreiheit, Sprache
Gar nicht so selbstverständlich, schreiben und sagen was man möchte…
Unterhopft
5. Januar 2010 um 20:37 | Veröffentlicht in Allgemein | 1 KommentarDie Entscheidung um das Wort des Jahres dieses Blogs ist gefallen, ich danke den Teilnehmern des Votings. Unterhopft also.
Aufgeschnappt habe ich diesen Ausdruck von Herrn Hofer anlässlich einer Radtour zwischen Prad und Schlanders (geplant Meran), als dieser eine Minute nach dem Verlassen der Gaststätte und ein paar hundert absolvierten Fahrradmetern meinte, er sei schon wieder unterhopft und müsse deshalb das nächste Wirtshaus aufsuchen, um diesen Missstand zu beheben.
Das offizielle Schweizer Wort des Jahres ist übrigens Minarettverbot.
B-Day
1. November 2009 um 12:00 | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Geburtstag, Schnapszahl
Einmal im Jahr kommt dieser mit geteilter Freude begleitete Tag, unweigerlich, auf leisen Sohlen dahingeschlichen, um dann mit brachialer Wucht einzuschlagen. Der eigene Geburtstag. Das Jahr ist schon fast um, nun hat es mich doch noch erwischt. Wie alt werde ich nun schon wieder? Die Identitätskarte bewahrheitet die Vermutung,22 Jahre (Schnapszahl, haha), was schon so alt?? Grauenhaft. Grau, die Farbe der Langeweile, Grau die Farbe des Alters. Ungebremst geht es gegen die magische 30er Grenze, der Zahn der Zeit nagt an uns allen.
Zeit also, kurz inne zu halten und den Moment zu geniessen. Feiert mit ihr Leidensgenossen, als ob es keinen Morgen mehr gäbe. Stosst an, auch euch wird es erwischen, wieder und wieder, alle Jahre.
Mahlzeit
1. Oktober 2009 um 14:34 | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Bud Spencer, Terence Hill
Ich mag Filme mit Bud Spencer und Terence Hill. Beste Unterhaltung ohne übertiebene Action und Gewalt, bei allen Raufereien nie ein Tropfen Blut und alles auf einer wunderbar humorvollen Ebene!
Folgende Szene bringt mich immer wieder zum Lachen (nehmt auch diese 7 Minuten Zeit, es lohnt sich):
Grosses Kino!
Gilbert Gress
8. August 2009 um 11:48 | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Frankreich, Gilbert Gress, SF
Für viele Eidgenossen ist Gress ein alter, in seinen Ansichten längst überholter, oft in Erinnerungen schwelgender Fussballexperte beim Schweizer Fernsehen mit grauer, über die Glatze gekämmter Scheitelfrisur und einer übergrossen Brille Marke Brockenstube.
Meinen Respekt erhält er nicht für seine langwierigen TV-Analysen, sondern für seine äusserst mutige, konsequente wie sture Aktion anno 1966, von der nur wenige wissen. Gress war damals im Vorfeld der Fussballweltmeisterschaft in den Kader der französischen Nationalmannschaft berufen worden. Nach den internen Selektionen nominierte ihn der Trainer für die WM in England unter der Bedingung eines kürzeren Haarschnittes. Gress verweigerte dies, verpasste so die einmalige Chance an einer WM teilzunehmen und blieb zu Hause in Frankreich, dafür mit ganzer Haarpracht.
Der Bettler (Gottfried Keller)
13. Juli 2009 um 11:45 | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen KommentarMan merkte, dass der Wein geraten war
Der alte Bettler wankte aus dem Tor,
Die Wangen glühend wie ein Rosenflor,
Mutwillig flatterte sein Silberhaar.
Und vor und hinter ihm die Kinderschar
Umdrängt’ ihn, wie ein Klein-Bacchantenchor,
Draus ragte schwank der Selige empor,
Sich spiegelnd in den hundert Äuglein klar.
Am Morgen, als die Kinderlein noch schliefen,
Von jungen Tränen drollig angelacht,
Sah man den braunen Wald von Silber triefen.
Es war der Reif gefallen über Nacht;
Der Alte lag erfroren in dem tiefen
Gebüsch, vom Rausch im Himmel aufgewacht.
Warum Frauen keine netten Männer lieben
30. Juni 2009 um 21:52 | Veröffentlicht in Allgemein | 1 KommentarSchlagwörter: Facebook, Frauen
Eine unterhaltsame, etwas übertrieben aber gut formulierte Theorie über das Paarungsverhalten sogenannter Weicheier:
Hand hoch!
Wie viele verzweifelte Männer gibt es da draußen, die sich selbst als nett, verständnisvoll und zärtlich einstufen und trotzdem Sonntagabend alleine vor dem Fernseher sitzen und ihrem Vorbild Kai Pflaume (ein augenscheinlich netter, verständnisvoller aber auch ein Frauentyp) die Frage ihres Lebens stellen:“Warum will mich keine Frau?”
Bevor ich das beantworte, definieren wir mal die typischen Merkmale eines Mr. Nice Guy. Nur damit sich auch die Männer wiedererkennen, die sich morgens in grenzenloser Selbstleugnung mit einem Poster von Sylvester Stallone vor dem Badezimmerspiegel rasieren.
Du hast in Deinem Freundeskreis Unmengen von hübschen, intelligenten Frauen, von denen Du jede einzelne irgendwann einmal begehrt hast. Jede dieser Frauen hat Dein Geständnis vorgetragen in einem edlen italienischen Restaurant , in der Hand ein Strauss mit 1.000 roten Rosen (mindestens!) – folgendermaßen quittiert:“Du bist echt ein netter Kerl und ich habe Dich wahnsinnig gern, aber nur als Freund”.
Rutsch-Marathon
22. Juni 2009 um 11:36 | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Galileo, Marathon
Ein Marathon der ungewöhlicheren Art fand vor kurzem in Erding nahe München statt. Die Marathondistanz von 42.195 Kilometern wurde nicht gelaufen, sondern auf der längsten Wasserrutsche Europas (356m) gerutscht. Die Leistung dabei liegt nicht in den 119 Rutschpartien, sondern in der Zeit dazwischen. Insgesamt laufen die Teilnehmer ca. 17 Kilometer, überwinden dabei 2700 Höhenmeter in 15000 Stufen. Die Siegerzeit lag bei etwas unter fünf Stunden.
Mir gefällt diese innovative Adaption des Laufsportes. Schade war diese Veranstaltung eine einmalige Sache im Rahmen des Pro7 Wissensmagazin Galileo.
Hau die Schweiz!
29. April 2009 um 11:59 | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar
Schweinerei…
20. April 2009 um 00:25 | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Schweinerei
…so der Name eines unterhaltsamen Gesellschaftspiels bestehend aus 2 Gummischweinen in der Grösse eines Spielwürfels und einem Notizblock. Je nach der Lage der Schweine nach einem Wurf (Seite, Füsse, Rücken, Schnauze, Backe) werden Punkte vergeben. Ein Spieler kann beliebig oft werfen und seine Punkte addieren lassen. Der Witz des Spiels besteht darin, die richtige Mischung zwischen Risiko und Sicherheit zu finden, um sich im richtigen Moment die Punkte gutschreiben zu lassen, eher man einen “Nuller” einfährt. Wie an der Börse oder im Casino siegt meist die Gier nach noch mehr Punkten über den Verstand, ganz zur (Schaden)freude der Mitspieler.
Dazu empfehle ich Burgdorfer Helles oder einen portugiesischen Chaminé Jahrgang 2007.
Postmoderne Revolution
20. März 2009 um 12:50 | Veröffentlicht in Allgemein | Hinterlasse einen KommentarSchlagwörter: Internet, Podcast
20 Jahre ist es her, als ein gewiefter Wissenschaftler den Datentransfer im CERN vereinfachen wollte, Computer miteinander vernetzte und den Grundstein für das heutige Internet legte.
Sich schnell ein Zugticket ausdrucken, Zahlungen bequem am Computer erledigen, Briefe in Form von E-Mails verfassen, miteinander per Headset telefonieren, sich über sogenannte Instant-Messaging Programme unterhalten oder sich mit Freunden organisieren, eine Route oder Kochrezepte nachschauen, mit Google Earth die ganze Welt von oben ansehen, Informationen für Referate besorgen, Filme oder Musikalben (il)legal runterladen, usw.
All dies wäre ohne die Erfindung des WWW nicht so bequem möglich.
Doch die beste an der ganzen Entwicklung finde ich die Entdeckung von Podcasts. Sie ermöglichen es, sich Radio oder Fernsehsendungen zu einem beliebigen Zeitpunkt nochmals zu Gemüte führen zu lassen. Man ist also nicht länger an das Programm der Fernseh- und Radioprogramme gebunden.
Folgende Podcast sehe bezwiehungsweise höre ich mir momentan an:
- Switch Reloaded
- Comedystreet
- Galileo
- Clever
- DOK
- Einstein
- Giacobbo / Müller
- Reporter
- DRS 4 Talk
- Focus
- Bestseller auf dem Plattenteller
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