Schawinski

14. Dezember 2011 um 18:08 | Veröffentlicht in Alltagsanekdoten | 4 Kommentare
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Wär sind Sie? Dies ist standardmässig die erste Frage, die Roger Schawinski seinem Talkgast in seiner gleichnamigen Sendung am Montag Abend stellt. Ich kenne kaum jemanden, der diese Sendung gut findet, geschweige denn sie sich ansieht. Hier eine kleine Ausführungen, weshalb ich sie mag:

Ich mag das Format des Talks, eine Sendung in der der Gast mit kritischen Fragen zu seinem Selbst konfrontiert wird und nicht einfach Präsentationsplattform für jenen ist, kontrovers und temporeich. Dies bedingt einen Moderatoren mit rascher Auffassungsgabe und vernetztem Denkvermögen. Dass Schawinski wie von einer Mehrheit bemängelt seine Gäste zu wenig ausreden lässt und selbstdarstellerische Züge aufweist, ist nicht von der Hand zu weisen, stört mich aber in einem hinnehmbaren Rahmen wenig.

Der andere Erfolgsfaktor ist das Format, die Eloquenz und die Schlagfertigkeit des Gastes. Bis anhin waren fast ausschliesslich interessante Charakterköpfe – oftmals Politiker -  auf dem heissen Stuhl wie etwa Jean Ziegler, Karin Keller-Suter, Peter Bodenmann, Mike Müller, Otto Ineichen, Ottmar Hitzfeld, Cedric Wermuth oder Christian Levrat. Aber auch Personen milderen Temperaments und Ausstrahlung wie Paul Rechsteiner oder Michael Ringier wussten sich ordentlich zu präsentieren. Toni Brunner oder Martin Bäumle ihrerseits grinsten unbequeme Fragen einfach weg, beispielsweise als ihn Schawinski Brunner aufforderte, Investment Banking zu erklären.

Der Montag Abend ist die Perle unter den Fernsehabenden, da hat sogar der Sonntag trotz Krombacher Runde, Tatort und Giacobbo/Müller das Nachsehen. Vor Schawinski läuft das Wirtschaftsmagazin ECO, zeitgleich die Sportlounge. ECO ist eine klasse Sendung, in der wirtschaftliche Themen für den Zuschauer fachgerecht und ansprechend illustriert dargelegt werden und mit Beiträgen gar schon Weltkonzerne wie Nestlé in die Knie, oder wenigstens zum Umdenken gezwungen wurden.

4 Kommentare »

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  1. Es ist keine Hassliebe.

    Es ist definitiv dass die Sendung nur von dem Gegenüber lebt und nicht von Schawinski.

    Bei einem Blocher steigen die Einschaltquoten, und sinken drastisch bei einem Noname.

  2. Es ist wohl eine gewisse Hassliebe entstanden

  3. Der Chrigu hat es schön gesagt;

    der Schawinski, jahrelang hat er über das Schweizer Fernsehen hergezogen um schlussendlich wieder in Oerlikon zu landen, nach einem blamablen Versuch in Deutschland durchzustarten. Mr. Intellektuell am Ende des Lateins.

    Nun für das SF Quoten schaffen, mit aus dem Kontext herausgerissenen Zitaten und persönlichen Angriffen.

    Und so was vom SF zugelassen. Ein Armutszeugnis.

    • Hast aber eingeschalten ;)


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