Intouchables
23. Januar 2012 um 22:27 | Veröffentlicht in Filme | Hinterlasse einen KommentarTags: Intouchables
Wieder einmal ein Filmtipp meinerseits, und wieder ein Franzose: Intouchables, oder Ziemlich beste Freunde wie der deutsche Filmtitel heisst. Es ist dies die Geschichte – inspiriert von einer wahren Begebenheit – von Philippe, einem reichen, querschnittsgelähmten Aristokraten und Driss, einem schwarzen Delinquenten aus dem Banlieue von Paris. So unterschiedlich die beiden Protagonisten in ihrer Art sind, so verbindet sie doch eine ungewöhnliche Freundschaft, die mit einer Scheinbewerbung für das Arbeitsamt begonnen hatte.
Mit dem Spannungsfeld von Humor und Invalidität haben die Macher dieser Komödie ein heisses Eisen angefasst, an dem man sich leicht verbrennen kann. Entstanden ist eine Geschichte reich an Charme, subtiler Tragikkomik und Einfühlsamkeit. Obwohl sich Driss über die ganze Dauer des Films über die Behinderung von Philippe lustig macht, so ist sein Umgang trotzdem von Respekt geprägt.
Fazit: Knappe 2 Stunden bestens investierte Zeit, selten habe ich so viel gelacht, trotzdem ist es kein primitiver Schenkelklopfer-Streifen, sondern eine feinfühlig inszenierte und grandios gespielte Geschichte, wie es sie öfter geben sollte.
(Schweizer)deutsch
12. Januar 2012 um 20:08 | Veröffentlicht in Wintersport | 2 KommentareSie ist wieder in vollem Gange, die Skisaison. Und wie jedes Jahr stelle ich mir die Frage, weshalb Herr Hüppi, dessen Aufgabe vornehmlich darin zu bestehen scheint, die Zwischenzeiten runterzubrüllen, in Hochdeutsch kommentiert, während sich Co-Kommentator Russi eines breiten Urner Dialekts bedient.
Leute, die des Schweizer Dialekts nicht mächtig sind, können die Zeiten ja auch ablesen, und von Russis fachlichen Anmerkungen kriegen sie ja dann ohnehin nichts mit. Also, liebes SF, auch wenn der ST.Galler Dialekt kein Ausfluss linguistischen Wohlklangs ist, lasst Herrn Hüppi doch im Sinne einer sprachlich konsistenten Berichterstattung kommentieren, wie der Schnabel ihm wuchs.
Wort des Monats Januar 2012
5. Januar 2012 um 12:14 | Veröffentlicht in Wort des Monats | Hinterlasse einen KommentarTags: Kannibalisierung, Marketing, Marktanteile, Product Launch
“Kannibalisierung”
Wieder einmal ein technischer Begriff aus meinem Studium: Kannibalisierung umschreibt die Konkurrenz eines neu lancierten Produktes für die anderen Produkte desselben Produzten, pragmatisch ausgedrückt frisst die Unternehmung sich selbst (in Marktanteilen).
Wort des Jahres 2011 wurde übrigens Trottelirunde.
Der Fan
5. Januar 2012 um 01:41 | Veröffentlicht in Fussball | Hinterlasse einen KommentarTags: Aarau, Bern, Constatin, Fan, FC Sion, Nordtribüne, Sion, Stade de Suisse
Ich habe in meinem Leben bisher 2 Spiele des FC Sion (beide auswärts, in Aarau und in Bern) gesehen, hat aber gereicht um im Sport-Teil einer grossen Schweizer Tageszeitung als “eingefleischter” FCS-Anhänger der Nordtribüne zu erscheinen. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort heisst diese Kunst.
2011 in review
1. Januar 2012 um 12:29 | Veröffentlicht in Uncategorized | Hinterlasse einen KommentarDie WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.
Hier ist eine Zusammenfassung:
Das Sydney Opera House bietet Platz für 2.700 Konzertbesucher. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 11.000 mal besucht. Das entspräche etwa 4 ausverkauften Konzertveranstaltungen im Sydney Opera House.
Def
30. Dezember 2011 um 13:21 | Veröffentlicht in Wintersport | Hinterlasse einen KommentarTags: Bormio, Defago, Didier, Gröden, Hahnenkamm, Kitzbühel, Lauberhorn, Olympia, Streif, Val Gardena, Vancouver 2010
Ist schon ein cleverer Bursche dieser Didier Defago. Er hat in seiner Karriere lediglich fünf Weltcuprennen gewonnen, dafür aber wichtige: Die Klassiker von Bormio, Wengen und Kitzbühel, den Super-G von Gröden und die Olympiaabfahrt von Vancouver.
Gewinner auf der Streif, dem Lauberhorn, der Pista Stelvio und in Val Gardena, dazu Olympiasieger und dies bei fünf Siegen, das nenne ich Effizienz.
Nur kurz
28. Dezember 2011 um 14:21 | Veröffentlicht in Musik | Hinterlasse einen KommentarBin gleich da, muss nur noch kurz ähmm…die Welt retten.
Merry Christmas
23. Dezember 2011 um 20:06 | Veröffentlicht in Blog | Hinterlasse einen KommentarTags: Altjahr, Festtage, Kommentar, krachen, Leser, Neujahr, Schneemann, Silvester, Weihnacht
Hohl’s Blog bedankt sich bei seinen Lesern für die zahlreichen anregenden Kommentare und überaus positiven Reaktionen während des letzten Jahres. Eine frohe und besinnliche Festtagszeit sei Ihnen vergönnt, mit dem gleichzeitigen Wunsch nach Friede, Glück und Gesundheit im neuen Jahr! Lassen Sie es krachen!
Wahre Tabelle
17. Dezember 2011 um 18:18 | Veröffentlicht in Fussball | Hinterlasse einen KommentarTags: Bundesliga, Elfmeter, Freiburg, Hertha BSC Berlin, Schiedsrichter, Wahre Tabelle
Hier wird alles gnadenlos aufgedeckt. Auf wahretabelle.de werden alle strittigen Entscheidungen der Bundesligaspiele analysiert und mittel Zuschauerabstimmungen richtig gestellt. Demnach wird auch die Tabelle erstellt. In der Annahme, dass die Homepagebesucher in aller Regel richtig liegen da sie im Gegensatz zum Unparteiischen unzählige Wiederholungen aus allen Kamerawinkeln zur Verfügung haben, lässt sich sagen, welche Mannschaften eher bevor- und benachteiligt wurden.
Mein Verein Hertha BSC Berlin hat eine ausgeglichene Bilanz, damit kann ich leben. Bitterer ist die Tatsache, dass sie im Abstiegsjahr 2010 klar benachteiligt worden sind und den Relegationsrang erreicht hätten (hypothetisch, ich weiss).
Vor wenigen Wochen war ich wieder einmal ein Bundesliga-Spiel schauen, der SC Freiburg empfing dabei die alte Dame Hertha aus Berlin. Das Spiel endete 2:2. Gemäss der Webpage hätte Freiburg ein Elfmeter zugesprochen werden sollen (Elfmeter werden jeweils als Tore gewertet), ich habe nichts davon gesehen, obschon es direkt vor unserem Strafraum stattgefunden haben soll.
Die Welt
16. Dezember 2011 um 18:10 | Veröffentlicht in Karrikatur | Hinterlasse einen KommentarTags: Nokia, Swiss, Uhr, Vodka, Vorurteile, Welt
aus einer anderen Perspektive. Vorsicht Vorurteile:
Bundesratswahlen
13. Dezember 2011 um 21:04 | Veröffentlicht in Politik | 3 KommentareTags: BDP, Brunner, Bundesrat, Bundesratswahl, Bundesversammlung, CVP, FDP, Federer, Fraktion, Girod, Grüne, Grunder, Konkordanz, Leuthard, Maurer, Rime, SP, Stöckli, SVP, Twitter, Wermuth
Wie üblich kennt Hohl’s Blog bereits zum Voraus den Ablauf und den Ausgang der Bundesratswahlen. Der morgige Tagesablauf:
Als erster im Nationalratssaal erscheint Alfred Heer. Böse Zungen behaupten, er habe beim Betätigen des Lichtschalters den in der Dunkelheit in Sicherheit gewogenen Andrea Hämmerle gerade noch heraushuschen sehen. Nun denn.
SVP Präsident Toni Brunner ist gut gelaunt. Anders als die meisten Politiker hat er die Nacht nicht in Bern verbracht, sondern zu Hause im Toggenburg, damit er um halb 5 kurz noch seine Kühe melken konnte. Natürlich nicht ohne dabei medienwirksam den verschlafenen Redaktor des Wattwiler Wochenblatts teilhaben zu lassen.
Auch Fulvio Pelli weiss seine Anreise zu inszenieren und nimmt das Fahrrad, zumindest von Muri bis Bern. Dabei trifft er auf Bundesrat Maurer, der wie jeden Tag den Weg von Münsigen in die Hauptstadt radelt. Peter Spuhler erscheint mit eigenem Zug. Peter Föhn erscheint übrigens gar nicht, der SVP-Ständerat wird zu gleicher Zeit in Schwyz vom Kantonsparlament vereidigt.
Ueli Leuenberger wirkt nach der Wahlschlappe noch älter, sein Haar grauer, jenes von Martin Bäumle ist fein säuberlich und grünliberal nach hinten gekämmt. Generell geben die Haarprachten zu reden, Christa Markwalder hat sich für diesen Tag etwas spezielles ausgedacht und erscheint mit Rastalocken, Otto Ineichen standesgemäss mit Fleischkappe. In ist der Schnauz, HJ Walter, Luc Recordon, Roberto Zanetti oder auch Paul Rechsteiner sind bewusst stolz auf ihre Oberlippenpracht.
Oskar Freysinger wittert hinter jeder Ecke eine islamisch motivierte Verschwörung und merkt an, dass die Bundeshauskuppel einem Minarett gar nicht unähnlich sehe. Dem pflichtet Walter Wobmann bei und kündet die Lancierung zum Verbot aller Bundeshäuser in der Schweiz an.
Auch Bastien Girod ist schon ordentlich aktiv, er beschäftigt sich mit dem Basteln von Fliegern aus CO2-neutralem Papier und wirft sie in Richtung der neben ihm sitzenden SVP-Vertreter, nachdem er die Flügel noch mit Parolen wie “Klimaschwein” oder „SUV-Proll“ beschriftet hat. Cedric Wermuth und Christian Wasserfallen twittern um die Wette, Hans läuft zuerst ins Stöckli, bevor er in den richtigen Saal findet: Die Show kann beginnen.
Ständeratsprädient Hans Altherr beginnt nach der Anhörung der Fraktionschefs mit der Wahl der amtsältisten Bundesrätin, Doris Leuthard. Sie wird problemlos wiedergewählt und bedankt sich mit einem strahlenden Lachen bei der Menge. Auch Hans Grunder lacht, Toni Brunner sowieso.
Es ist 8.52, Pause. Nationalrat Christoph Blocher diskutiert intensiv mit seinen wichtigsten Strategen (andere nennen sie Marionetten), namentlich Fraktionschef Baader, Historiker Mörgeli und Adrian Amstutz. Ständerat Zanetti moniert, die Arbeiter des Kaffeautomatenproduzenten in der Wandelhalle seien nicht ansprechend entlöhnt worden und stösst eine Mindestlohn-Diskussion an. Ökonom Pirmin Schwander widerspricht ihm heftigst.
Im 2. Wahlgang wird es unerwartet unspannend. SVP-BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf erreicht das absolute Mehr dank einer linken Allianz aus SP, Grünen, Grünliberalen, CVP und einigen FDP-Parlamentarier, HJ Walter und Jean-François Rime sind chancen-los. Roger Federer erhält die Schwyzer SVP-Stimmen. Christoph Blocher wird nervös, schaut grimmig in die Welt, kaut an seinen Fingernägeln und schickt Toni Bortoluzzi in die Kantine Berliner holen.
Im dritten Wahlgang wird Ueli Maurer erwartungsgemäss bestätigt, er jauchzt aus Freude. Auch Justizministerin Sommaruga und Didier Burkhalter werden in ihrem Amt problemlos bestätigt, womit nun fünf Parteien je einen Magistraten stellen.
Im sechsten Wahlgang geht es um den Sitz des FDP-Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann. Die SVP sieht die Konkordanz verletzt und schickt mit Walter/Rime nur die zweitbesten, aber wählbare Kandidaten ins Rennen. Die Linke stellt sich auf den Standpunkt, dass mit Widmer-Schlumpf eine gewählte SVP-Bundesrätin in der Exekutive sitze, niemand habe die Partei gezwungen, sie auszuschliessen. Eine hitzige Debatte entfacht, Blocher tobt, Levrat lacht, Baader tobt, Grunder grinst, Fehr tobt, Brunner tobt grinsend. Schneider-Ammann wird im vierten Wahlgang trotzdem gewählt und verheddert sich in seiner Dankesrede in zu umständlichen und langen Satzkonstruktionen.
Im siebten Wahlgang um die Ersatzwahl von SP-Aussenministerin Micheline Calmy-Rey wird Alain Berset zum Bundesrat gewählt. Es ist mittlerweile kurz vor halb 12, Zeit also für einen Parlamentarier um darüber nachzudenken, von welchem Lobbyisten er sich zum Mittagessen einladen lässt.
Brillenzwilling
12. Dezember 2011 um 12:08 | Veröffentlicht in Zwillinge | Hinterlasse einen KommentarTags: Blick, Brille, FDP, Kurt Fluri, Nationalrat, Ringier
Kurt Fluri, Nationalrat FDP Solothurn
Michael Ringier, Verleger und Mitbesitzer des Ringier-Verlags (Blick)
Kinder an die Macht!
10. Dezember 2011 um 12:11 | Veröffentlicht in Sprüche | Hinterlasse einen KommentarTags: Entlebuch, Gott, Kinder, Napf, Red Bull
Ich würde ein Red Bull trinken und alles Gott überlassen!
Die Antwort eines Kindes aus dem Film “Die Kinder vom Napf” (ab 1. Dezember) auf die Frage, was er tun würde, wenn er die Welt regieren könnte!
Wunderbar diese Antwort, da steckt soviel Ehrlichkeit und Wahrheit drinne, so müsste es sein!
Wort des Monats Dezember 11
6. Dezember 2011 um 20:50 | Veröffentlicht in Wort des Monats | Hinterlasse einen KommentarTags: BDP, Bundesratswahl, Concordia, Fraktion, Konkordanz
“Konkordanz”
Wie üblich vor Bundesratswahlen zur Zeit in aller Munde, und ein jeder meint ein wenig etwas anders damit.
Konkordanz stammt nicht etwas vom lateinischen concordia (Barmherzigkeit), sondern von concordare, was etwa soviel bedeutet wie übereinstimmen. Hierzulande versteht man Konkordanz als eine Regierungsform, bei der alle bedeutenden Parteien an der Regierungsarbeit (Bundesrat) partizipieren. Ob man dazu den Wähleranteil herbeizieht, die Fraktionsstärke oder Konkordanz eine inhaltliche Komponente (Hans Grunder) enthalten soll, darüber streiten sich die Geister, oder die Parteien. In Kürze werden wir mehr wissen, zumindest dürften die Wahlen für Spannung sorgen, Konkordanz wird aber auch in Zukunft der eigenen Perspektive passend interpretiert werden.
Da wieder der letzte Monat des Jahres erreicht, eine kleiner Meinungsfühler (3 Antwortmöglichkeiten):
Die lediglich 9 Antwortmöglichkeiten erklären sich damit, dass diese Rubrik in den Monaten Mai, Juni und Juli in der Hektik des universitären Alltags unterging.
Grandios!
5. Dezember 2011 um 23:00 | Veröffentlicht in Politik | Hinterlasse einen KommentarTags: behindert, Behinderung, Christian Lohr, CVP, Politik, Thurgau, Toleranz
Hut ab für diesen optimistischen Menschen. Auch wenn hier für das Fernsehen inszeniert, mit dieser Behinderung bis in den Nationalrat, das verdient Respekt. Auch für die Schweiz als Land mit Tradition für tolerante Werte ist es ein wunderbar Zeugnis.
Huhn oder Ei?
21. November 2011 um 18:13 | Veröffentlicht in Sprüche | Hinterlasse einen KommentarTags: Apple, Ei, Huhn, iPhone, Kundenbedürfnis, Marketing, Steve Jobs
Hätte ich Marktforscher die Chancen ausloten lassen, würden wir heute noch auf das iPhone warten. Es ist nicht die Aufgabe der Kunden, zu wissen, welches Produkt sie wollen. (Steve Jobs)
Was kommt zuerst? Das Kundenbedürfnis oder das Produkt?
Wort des Monats November 11
8. November 2011 um 15:43 | Veröffentlicht in Wort des Monats | Hinterlasse einen Kommentar„Freizeitphilosophentreff“
Synonym für Arbeitsamt, dem Pons-Wörterbuch der Jugendsprache 2012 entnommen.
FC Bettlach – HSV Halten
31. Oktober 2011 um 17:18 | Veröffentlicht in Matchberichte | Hinterlasse einen KommentarTags: Bettlach, HSV, Phrasenschwein, Schade, Sumpf
Die erste Mannschaft war gewillt, das unglückliche Unentschieden vom letzten Spieltag gegen Wacker Grenchen vergessen zu machen und im letzten Spiel anno 2011 in Bettlach noch einmal anzugreifen. War sie das wirklich? Nein, von der gut gemeinten Intention war in der ersten halben Stunde wenig zu sehen. Das Heimteam war von Beginn an in allen Belangen die bessere Equipe, die 3-0 Führung nach einer halben Stunde vielleicht aber etwas zu hoch. Dennoch muss sich der HSV den Vorwurf gefallen lassen, den Anfang verschlafen zu haben. Erschreckend war die Ungenauigkeit des Passspiels und die Ideenlosigkeit in der Angriffsauslösung. Viele Offensivbemühungen blieben im Ansatz stecken, die Ballverluste in der Vorwärtsbewegungen mündeten oftmals in gefährlichen Kontern der Bettlacher, deren erfolgreicher Abschluss vom starken Torhüter Zumsteg oftmals zunichte gemacht wurden, bis auf die drei erwähnten Ausnahmen. Hohl verkürzte mit einem kämpferischen Kraftakt vor dem Pausenpfiff auf 3-1 und konnte sich beim gegnerischen Torhüter bedanken, der das Spielgerät nach einem Rückpass nicht wegdreschen wollte und es danach im eigenen Netz zappeln sah.
Nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Gäste etwas munterer, grosse Torgefahr entstand aber daraus auch nicht, es war eher ein bemühtes Anrennen ohne nennenswerte Chancen. Kurz vor Ende des Spiels beschwerte sich Ernst, er sei im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht worden. Eine Ansicht, die man durchaus teilen kann, der Schiedsrichter sah es anders. Den nicht gegebenen Elfmeter kompensierte der ansonst souveräne Unparteiische mit der Nichtbeachtung der Abseits-Position, in der sich D.Ernst bei seinem Anschlusstreffer zum 3-2 befand. Danach war Schluss, Bettlach holte sich die 3 Punkte nicht unverdient, sie waren die bessere, oder einfach die etwas cleverere Mannschaft.
Ein Team ist in den hiesigen Breitengraden des regionalen Fussballs nicht so stark wie deren schwächstes Glied, wie uns dies ein bekannter Aphorismus oft weis machen will. Fallen aber mehrere Glieder im Kettengefüge einer Mannschaft aus, so kann dies nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Ein paar abschliessende Gedanken zur Vorrunde: Auf eine gemeinsamen Nenner gebracht ist der richtige Ausdruck wohl: Schade! Schade, hat man einige Punkte dumm verspielt und verschenkt. Schade, vermochte man die Führungen nicht über die Zeit zu schaukeln und Schade, musste man allzu oft einem Rückstand hinterher rennen. Schade, schafft man es nicht, das zweifelsohne vorhandene Talent in dieser Mannschaft in Zählbares umzumünzen. Und Schade um gewisse opportunistische und selbstzerstörerische Tendenzen gegen Ende der Vorrunde.
Natürlich will auch das Phrasenschwein dieses Mal gefüttert sein, der Karren ist nun gegen die Wand gefahren, ihn aus dem Sumpfe zu ziehen wird die Aufgabe im kommenden Jahr sein. Einige Fragen bleiben bestehen: Worin soll die konkrete Zielsetzung für die Rückrunde bestehen? Gelingt eine Konsolidierung innerhalb des sozialen Mannschaftsgefüges und wiederspiegelt sich dies in Resultaten, welche den Ansprüchen gerecht werden. Wer baut eine Wand in den Sumpf? Und was passiert mit dem Geld aus dem Phrasenschwein?
Die erste Mannschaft bedankt sich bei allen Zuschauern, die uns tatkräftigt unterstützt haben, dem Trainer und den vielen Helfern im Hintergrund! Kiitos!
Worte
27. Oktober 2011 um 17:06 | Veröffentlicht in Sprüche | Hinterlasse einen KommentarTags: Abschluss, Geschichte schreiben, Matura
Geht, und schreibt Geschichte!
Dies die bescheidenen Worte des Rektors der Kantonsschule Solothurn an der Maturaabschlussfeier, der ich dieses Jahr anlässlich des Abschlusses meines Bruders beiwohnte. So ganz unschweizerisch unbescheiden. Ein Ziel hoch gesetzt anstatt tief gestapelt.
Ich weiss nicht, ob sich der Redner der Genialität dieser Worte bewusst war oder es einfach eine floskelhafter Ausfluss seiner im Manuskript festgehaltenen vorgängigen Gedanken war. Natürlich wird kaum einer der Absolventen Geschichte schreiben, aber die Hoffnung, die Zuversicht, die Innovationskraft und der positive Antrieb, die in dieser Aussage enthalten sind, zum Anlasse eines ersten Meilensteines der noch jungen Leben der Maturanden; ist doch genial!
Wort des Monats Oktober 11
23. Oktober 2011 um 20:05 | Veröffentlicht in Wort des Monats | Hinterlasse einen KommentarTags: Amstutz, Blocher, Brunner, Giezendanner, Ständerat, Stöckli, Wahlen 2011
“Trottelirunde”
Ein nicht ganz unpassender Kommentar meines Bruders anlässlich eines Beitrages des Schweizer Fernsehens, bei welchem die Herren Brunner, Amstutz, Blocher und Giezendanner ihre (vorerst) verpasste Wahl in den Ständerat kommentiert haben.
Nebenbei: Ich frage mich, warum die Partei der eben erwähnten Herren die Ständeratskandidaturen unter dem Motto “Sturm aufs Stöckli” nennen, es dann aber als langfristiges Projekt bezeichnen. Seit wann ist ein Sturm etwas Langfristiges?
Peace!
17. Oktober 2011 um 23:10 | Veröffentlicht in Internet | Hinterlasse einen KommentarTags: Mixtape, Peace, Rapper
Per Zufall gerade entdeckt. Ich fühle mich ein wenig zweigeteilt: Zum einen sind solche Aufnahmen bedenklich und ein wenig bizarr, andererseits musste ich Tränen lachen, getrieben von Ungläubigkeit und einfachem Humor. (ja, man kann es auch primitiv nennen)
Schweizer…
12. Oktober 2011 um 00:13 | Veröffentlicht in Politik | 1 KommentarTags: Masseneinwanderung, SVP, Taj Mahal
…wählen SVP. So der Slogan der Partei. Natürlich! Zumindest 30% davon. Die anderen 70% sind aber ebenfalls Schweizer, das Wahlrecht setzt die Staatsbürgerschaft ja voraus.
Man könnte auch den Umkehrschluss aus diesem Slogan ziehen, dass alle, die nicht SVP wählen, keine Schweizer seien. Zumindest lässt sich dieser Satz auch so auslegen, wird wohl auch eher mit der zu übermittelnden Botschaft der Kampagnenurheber entsprechen. Ich empfinde das fast schon als beleidigend.
Des Weiteren nervt mich die Masseneinwanderungsinitiative. Konkordanz und Volkswillen sind inflationär verwendete Wörter in der Herde des Herrliberger Hirten, dass mit dieser Initiative der Volkswille vom mehrfach bestätigten bilateralen Weg missachtet wird, wird scheinheilig unter den Teppich geschwiegen.
Zum Abschluss darf ich noch auf den Wahlkampfflyer der JSVP Solothurn verweisen, ein Eigentor allererster Güte! Wieviel Islam im Taj Mahal nun auch steckt hin oder her…
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